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Orte der Gemeinde

 
Matthiaskirche Tannenkirch
 

Die Pfarrkirche, die dem Heiligen Matthias geweiht war, ist ein Bauwerk bestehend aus einem mittelalterlichen Chorturm und einem modernen Kirchenschiff, was einmalig im Markgräflerland ist. Im Chor befindet sich ein historisch wertvoller Freskenzyklus. Die Kirche steht im Dorfkern gegenüber dem Rathaus.

Die Kirche steht mit ihrer Gemeinde in enger Beziehung zueinander. Bereits mit der ersten urkundlichen Erwähnung des Ortes Tannenkirch im Jahr 1179 in einer päpstlichen Bulle wird dort auch die Kirche genannt. Diese Verknüpfung findet sich bis heute im Ortswappen von Tannenkirch, in dem die Kirche bildlich dargestellt wird.

1223 wurde die Tannenkircher Kirche als Pfarrkirche schriftlich erwähnt. Im 14. Jahrhundert gehörte der Ort zum Dekanat Neuenburg. Aus dieser Zeit geht auch der heutige Kirchenbau zurück. Der noch erhaltene Kirchturm wurde vermutlich um 1300 errichtet.

Die steigende Bevölkerung der Gemeinde führte dazu, dass sich am 23. September 1738 der Pfarrer und Vogt von Tannenkirch mit der Bitte um Vergrößerung der Kirche an den Markgrafen wandte. Der Bitte um Erweiterung wurde stattgegeben. 1740 wurden die Umbaumaßnahmen fertiggestellt.

In seiner Beschreibung der Orte der Oberen Markgrafschaft aus dem Jahr 1741 hat Landvogt Ernst Friedrich von Leutrum den Umbau als eine herrliche Kirche gerühmt.

Doch bereits 1769 ist „der Boden in den Pfarrfrauen und Richters Weiberstühlen vollkommen verfault“ und „das gedrehte kleine Säul an der Emporenkirchbrustlehnen meistens vermodert und herausgefallen“.  Man sah dies als Beweis, dass beim Umbau der Kirche sehr sparsam umgegangen wurde und die alten Holzteile wieder verwendet worden waren. Die Kirche wurde zusehends reparationsbedürftig. In den 1860er Jahren traute das Großherzogliche Bauamt der stark verfallenen Kirche nur noch eine Lebensdauer von 35 Jahren zu, aber mehr als 100 Jahre hielt sie noch durch.

1972 erfolgten der Abbruch des Kirchenschiffs und die Neuplanung durch das Staatliche Bauamt Konstanz. Planer und ausführender Architekt war Oberbaurat Günter Mall. Das Kirchenschiff wurde neu gestaltet und mit dem vom Altbau einzig noch übrig gebliebenen Chorturm eingebogen. Das Kirchenschiff besteht aus zwei zueinander versetzten Baukörpern aus hellem Verputz und einem dunklen Satteldach. Die Turmhalle dient als Seitenkapelle für Hochzeiten, Taufen oder private Andachten. Das Kirchenschiff dient vor allem dem Gottesdienst und beherbergt den Altar, ist aber auch für Festlichkeiten wie Erntedankfest oder Suppensonntage einsetzbar. Der ursprünglich nach Süden ausgerichtete Altarraum wurde 1986 wieder nach Osten verlegt, so dass sich dieser vor dem Chorraum mit restauriertem Taufbecken befindet.

Die Außenkonturen sind geschlossen und wirken zurückhaltend, um die dörfliche Umgebung nicht zu beeinträchtigen. Die Konstruktionselemente Stahlbeton, Holz und Ziegelmauerwerk sind nur im Inneren sichtbar. Zum Erntedankfest 1973, am 30. September, wurde die Kirche durch den Landesbischof Hans Heidland eingeweiht.

In der mittelalterlichen Nordwand des Turms befinden sich Fresken aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Sie werden dem Avignon-Burgundischen Kunstkreis zugerechnet. Die Malereien waren durch die Emporen beschädigt, Reste von ihnen konnten jedoch vor dem Abbruch freigelegt und in die neue Kirche herübergerettet werden. Die Wandmalereien lassen sich in zwei Reihen unterteilen. Die untere Reihe stellt Bilder der Zwölf Apostel dar, die obere enthält Darstellungen aus dem Leben Mariä.

Auf dem Kirchturm wurde 1983 ein Storchennest montiert, das seither von Störchen angesiedelt wird.

 
 
 
 
Marienkirche Riedlingen

Seit etwa tausend Jahren versammeln sich Menschen in der kleinen Pfarrkirche zu Riedlingen zum Gottesdienst. Mit ihrem einfachen Langschiff, dem ostwärts ausgerichteten Chorraum und der ursprünglich wohl das ganze Gebäude umfassenden Wandbemalung ist sie eine typische Kirche im Markgräfler Land.

Seit ihrer Gründung im Mittelalter – die erste urkundliche Erwähnung datiert von 1275 - haben geschichtliche Umwälzungen ihre Spuren im Gotteshaus hinterlassen. So hat die Kirche ihren Turm durch Brand verloren, vermutlich im Zuge der Bauernaufstände im 16. Jahrhundert oder im Dreißigjährigen Krieg. Zwischenzeitlich, während des holländischen Krieges, diente sie einmal sogar als Pferdestall. Im Laufe der Jahrhunderte hat sie etliche Umbauten und Renovierungen erfahren.

Die heutige Form mit den beiden hintereinander gestaffelten Chorbögen und den freigelegten Fresken aus dem 15. Jahrhundert verleiht der Kirche eine besondere Atmosphäre, die zum andächtigen Verweilen einlädt.

Wer vorne im Kirchenschiff Platz nimmt, dessen Auge fällt zunächst auf die Wandbilder an der gegenüber liegenden Ostwand, die das Fenster umrahmen.

Hier wird der Blick auf den Beginn der christlichen Heilsgeschichte gerichtet: Eine junge Frau, in die Lektüre der Schrift vertieft, empfängt die Botschaft des heranrauschenden Engels: „Sei gegrüßt, Maria, voller Gnade, der Herr ist mit dir“.

Im Wandbild rechts daneben sehen wir selbige Maria, wie sie sich nach der Begegnung mit dem Engel aufmacht, ihre Verwandte Elisabeth zu besuchen, die ebenfalls schwanger ist – mit Johannes, dem späteren „Täufer“.  

Es ist gut möglich, dass die Auswahl dieses Motives auch auf dem Hintergrund der geschichtlichen Verbindung der gesamten Pfarrei (Riedlingen-Feuerbach-Holzen) mit dem Johanniter-Orden erfolgte. 

Auf der Südwand ist die Szene der Gefangennahme zu sehen: Wie Jesus von Judas mit einem Kuss verraten wird, wie Petrus das Schwert zieht, und wie Jesus noch in der Stunde seiner Gefangennahme sich des armen Kriegsknechtes annimmt, dessen Ohr Petrus abgeschlagen hatte.

Links davon erblicken wir die Szene, die im Evangelium der Gefangennahme vorausgeht: Wie Jesus kniend im Garten Gethsemane betet: „Vater, nicht wie ich will, sondern wie Du willst“, während seine Jünger schlafen. 

Von der Innenseite des Chorraumes ist am Bogen ein Motiv sichtbar, das sich eher selten in der kirchlichen Freskenkunst findet: Eine gekrönte Frauengestalt „Ecclesia“ mit wallendem Gewand, einem Kelch in der Hand, neben ihr ein Kreuz stehend, personifiziert die Kirche – die Gemeinschaft der Gläubigen, die dem Gekreuzigten nachfolgen und im Abendmahl mit ihm und miteinander verbunden sind.

Wie wohl zahlreiche weitere Malereien, die den Gläubigen die wichtigsten Stationen der Heilsgeschichte vor Augen stellten, ist in der Riedlinger Kirche vermutlich auch ein Motiv unter den Übermalungen für immer verschwunden, das sich in mittelalterlichen Kirchen des Öfteren als Gegenüber zur Ecclesia findet: die ebenfalls in einer Frauengestalt personifizierte Synagoge - als Erinnerung daran, dass der christliche Gottesdienst sich aus zwei Quellen speist: aus den Mahlfeiern Jesu mit seinen Jüngern, die der Gottesdienst nachösterlich fortsetzt, sowie aus dem jüdischen Predigtgottesdienst mit Schriftlesung, Gebet und Gesang, wie er in den Synagogen gefeiert wurde und wird.

Die Riedlinger Kirche besaß schon früh eine Orgel. 2006 wurde eine neue Späth-Orgel wieder auf der Empore errichtet, die den sonntäglichen Gemeindegesang umrahmt und zu Konzerten in der Marienkirche erklingt.

Und so findet der „neue“ Taufstein von 1680 seinen Platz im hinteren Chorraum. Seine Inschrift lautet: „Taufet und lehret sie im Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes“.

Aus dieser Zeit stammt auch die renovierungsbedürftige Sonnenuhr mit der barocken Dekoration an der Südwand der Kirche, die uns durch Jahrhunderte erinnert: „Meine Zeit steht in deinen Händen“. 

 
 
 
Johanniterkirche Feuerbach
 

Den genauen Zeitpunkt für den ersten Kirchenbau in Feuerbach kennen wir nicht, aber spätestens zur Zeit der Zähringer im 11. Jahrhundert könnte der erste Bau verwirklicht worden sein.  Zum ersten Mal verkauft wird die Kirche in Feuerbach mit dem Grundbesitz 1297 von Otto von Staufen an den Johanniterorden für 25 Mark Silber. Zum selben Preis geht auch Heitersheim an den Orden.

Die erste Kirche stand auf dem Gelände des Friedhofes.

Der Neubau der heutigen Feuerbacher Kirche und der wenige Jahre später erfolgte Abbruch der gotischen Kirche fällt wiederum in eine Zeit reicher Kirchenbautätigkeit. Die alten Kirchenbauten werden vielerorts als zu klein und zu dunkel empfunden und durch große, helle Saalkirchen klassizistischen Typs ersetzt. Es tritt ein regelrechter Wettbewerb zwischen benachbarten Orten ein.

Die Initiative zu den Kirchenneubauten ging im Regelfall von der Gemeinde aus, so auch in Feuerbach, wo sich insbesondere der damalige Pfarrer Graebener intensiv für die Umsetzung einsetzte. In der Gemeinde Feuerbach lebten 1844  369 Personen. Nach Angaben des Ortspfarrers würden an dem „gewöhnlichen sonntäglichen Kirchenbesuch“ 153 Personen teilnehmen. Die Einwohnerzahl hat sich in den Jahrhunderten kaum geändert, der Kirchenbesuch an den normalen Sonntagen leider schon.

„Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit“ steht über dem Eingangsportal der Kirche, die eine wunderbare Ruhe ausstrahlt und durch die schlichte Form besticht.

Ausgangspunkt der Kirchenrenovation 1965 war ein Johannitergrenzstein, der von Künstler Jürgen Brodwolf in den Altar eingefügt wurde. Der Altar erinnert an den Opferaltar aus dem Alten Testament und durch die große aufgelegte Eichenholzplatte an den Abendmahlstisch im Neuen Testament.  Ohne den ursprünglichen Weinbrennerstil zu verleugnen, hat die Kirche durch die Renovation ein klares, frisches, zeitloses Ansehen bekommen.

Beruhigend wirkt auch die dunkelrote Chorwandfarbe mit dem Feuerbacher Christus, der vermutlich aus dem 17. Jahrhundert stammt. Die Lindenholzschnitzerei war mit Gips und vielen Farbschichten überdeckt.

Die in der Chorwand befindliche Tür zur Sakristei weist Symbole der Taufe und des Heiligen Geistes auf. Über dem Taufstein, der auf dem Sockel aus der Vorgängerkirche steht, leuchtet das Chorfenster in bewegtem Blau, man gewinnt den Eindruck von herabstürzendem Wasser. Über der Kanzel leuchtet Rot auf, das wie Feuer brennt.

Ein besonderer Schatz der Kirche ist die Barockorgel aus dem 17. Jahrhundert, die von einem Silbermann-Schüler gebaut wurde.

Beeindruckend ist die Akustik der Kirche, die vermehrt auch für Konzerte genutzt wird.

 
 
 
 
Gemeindehaus
Im Pfarrhaus Tannenkirch (Im Kirchacker 12) gibt es einen geräumigen Gemeindesaal, der den Gruppen und Kreisen vor Ort, aber auch den Sitzungen und geselligen Feiern für alle vier Gemeinden einen Raum eröffnet.
Zudem vermieten wir den Raum auch. Bei Interesse wenden Sie sich gerne an das Pfarramt.
 

Quelle: Evang. Pfarramt, ZVG

 
Anno 1615 wurde das Pfarrhaus in Tannenkirch erbaut. Bis heute zählt das alte Anwesen zu den schönsten Ensembles der Gegend. Großteils ist das Gebäude noch original erhalten. 
Das Haus war nicht nur Domizil des Pfarrers, es diente auch als Lager: In den drei Speicherräumen wurde Getreide gelagert, in den zwei Kellerräumen der Wein. Dazwischen hatte der Pfarrer seine Wohnung und sein Pfarrbüro. Wie der Ortschronik zu entnehmen ist, gab es viele Abgaben, allen voran der Frucht- und der Weinzehnt. Aufbewahrt wurden in dem Gebäude Dinkel, Hafer und Gerste. Hinzu kamen unter anderem die Jahressteuer und die Etterzehnten für den Ortspfarrer. Insgesamt rund ein Dutzend Abgaben kamen so zusammen. Original erhalten ist das Dachgebälk, verbaut wurden erstaunlich lange und gerade Stämme. Recht raffiniert angelegt ist die enge, regensichere Holzkonstruktion. Auch Kellerbalken sollen noch aus der Bauzeit stammen. Ebenso überstand das Mauerwerk die Jahrhunderte.
Der Erhalt des Hauses machte immer wieder Sorgen. Mitte des letzten Jahrhunderts wurde sogar über einen Abriss nachgedacht, bevor dann 1960 eine Sanierung erfolgte. Die Prognose von 1860, als Sachverständige erklärten, das Haus stehe nur noch 60 Jahre, hat sich zum Glück nicht erfüllt. 2014 erfolgte die letzte Innen- und Außensanierung. In jüngerer Zeit öffnete sich das Haus, bietet Vereinigungen Domizil. 
 
So erreichen sie uns in Tannenkirch
Evang. Pfarramt Tannenkirch
Im Kirchacker 12
79400 Kandern
Tel. (07626) 329
tannenkirch@kbz.ekiba.de
 
Öffnungszeiten Pfarramt Tannenkirch
Dienstag:     09.00 - 11.30 Uhr
Donnerstag: 09.00 - 11.30 Uhr
 
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